Dienstag, 4. März 2014

Warum uns Israel erregt


Wie kommt es, daß Israel stets mit anderen Maßstäben gemessen und mit anderen Erwartungen bedacht wird als jeder andere Staat - und das nicht bloß in den von der historischen Bürde des Holocaust belasteten Gesellschaften Österreichs und Deutschlands? Warum schreiben manche von uns dem Staat Israel eine besondere moralische Verantwortlichkeit zu, während ihn andere als „Ursache allen Übels“ ansehen (wobei letzteres häufig aus ersterem resultiert)? Warum vermag uns Israel immer wieder zu erregen – und was sagt uns diese unsere Erregung über uns selbst? 

Drei Vorträge und Podiumsdiskussion mit Gerhard Hammerschmied (Autor, Philosoph), Stephan Grigat (Politikwissenschafter) und Sama Maani (Autor, Psychoanalytiker) 

Donnerstag, 16. Januar, 2014, 19.00 Uhr
Hauptbücherei Wien, Urban-Loritzplatz 2a
1070 Wien

Warum gilt das Geld



Drei Vorträge von Helmut Dahmer (Soziologe), Marcel Drach (Wirtschaftswissenschaftler, Psychoanalytiker) und Jeanne Wolff Bernstein (Psychoanalytikerin, Filmkritikerin). Anschließende Publikumsdiskussion. Moderation: Sama Maani (Schriftsteller, Psychoanalytiker)

Zeit: Donnerstag, 20. Juni 2013, 19.00 Uhr
Ort: Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a

Wie das Sprechen ist der Umgang mit Geld eine der Praktiken, deren wir mächtig sind, ohne sie zu verstehen. Geld und Sprache werden nur, wenn sie uns fehlen oder ihren Dienst versagen, zum Problem.
Dass das Geld in unseren Taschen/ auf unseren Konten unseren Zusammenhang mit Anderen verbürgt und uns den Zugang zu allen erdenklichen Gütern eröffnet, ist uns undeutlich bewusst. Daher das Bedürfnis, allzeit liquide zu sein.

Warum aber Münzen, Scheine und Kreditkarten  allgemein anerkannt werden, also gelten, und wieso jeder Käufer über einen imaginären, riesigen Preiskatalog für alle erdenklichen Waren und Dienstleistungen verfügt, wissen wir nicht anzugeben.


In Kooperation mit dem Verein Literatur und Theorie und dem Politischen Salon

http://www.buechereien.wien.at/de/programm/veranstaltungskalender/2090

Samstag, 2. Februar 2013








Kärntner und Kärntnerinnen in Wien - Puschnig hilft, Euch mit Kärnten zu versöhnen! (Walter Fanta)

Walter Fanta liest aus

PUSCHNIG

Puschnig (Wieser), der erste Roman des Klagenfurter Germanisten und Musil-Spezialisten Walter Fanta, ist eine brillant-groteske Tour de Force durch die Politlandschaft Kärntens.

Anläßlich der Kärntner Landtagswahlen stellen wir uns im Anschluß an Fantas Lesung zusammen mit

Gerhard Hammerschmied (Autor, Philosoph)
Cornelia Krebs (Ö1-Radioredakteurin, Autorin)
Andreas Kurz (Filmregisseur)
Lojze Wieser (Verleger)
Jeanne Wolff Bernstein (Psychoanalytikerin, Filmkritikerin) 
Moderation: Sama Maani (Autor, Psychoanalytiker)

der Frage:

Was ist los mit Kärnten?


Donnerstag
, 28. Februar 2013, 19.00 Uhr

Galerie KANDINSKY
Lerchenfelderstr. 13
1070 Wien


Eintritt frei
Verein Literatur und Theorie in Kooperation mit dem Politischen Salon




 



Freitag, 28. Dezember 2012


Donnerstag
, 17. Jänner 2013, 19:00 Uhr
Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Urban-Loritz-Platz 2a
Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten - und die eigene auch nicht
Drei Vorträge von Helmut Dahmer (Soziologe), Jeanne Wolff Bernstein (Psychoanalytikerin), Sama Maani (Autor, Psychoanalytiker) und anschließende Podiumsdiskussion.
Moderation: Andreas Kurz (Autor, Regisseur)

Noch vor wenigen Jahrzehnten bedeutete Weltoffenheit gegenüber einem Fremden, dass man ihm signalisierte, er sei ungeachtet seiner Herkunft in unserer Gesellschaft willkommen. Fremdenfeindliche Ressentiments hingegen waren immer mit der Betonung der Herkunft des Angefeindeten verknüpft.
Heute scheint aber auch der Weltoffene, wenn es um Fremde geht, nicht ohne ausdrückliche Betonung von deren Zugehörigkeit zu einer „anderen Kultur“ auszukommen. Mehr noch: Als Mensch mit Migrationshintergrund wird der Fremde seine Zugehörigkeit zu einer „fremden Kultur“ auch in den Folgegenerationen nicht los.
Welches Konzept von Gesellschaft steckt hinter der Inflation des Begriffs „Kultur“ in der aktuellen Debatte („fremde Kultur“, „unsere Kultur“, „Leitkultur“, „Multikulturalität“ etc.)? Welche Art Unterschiede sollen „kulturelle“ Unterschiede denn sein? Und welche Konsequenzen haben sie? Gelten für Angehörige „anderer Kulturen“ andere Maßstäbe hinsichtlich Demokratie, Freiheit und Recht? Was wurde aus der Idee der Gleichheit aller Menschen?

Helmut Dahmer, geboren 1937, studierte Soziologie und Philosophie bei Helmuth Plessner, Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas. In den Jahren 1968-1992 redigierte er die psychoanalytische Monatszeitschrift Psyche. 1984 gehörte er zum Gründungsbeirat des Hamburger Instituts für Sozialforschung. 1974-2002 lehrte er Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Seit 2002 lebt er als freier Publizist in Wien. Publikationen: Libido und Gesellschaft (1973, 1982); Pseudonatur und Kritik (1994); Soziologie nach einem barbarischen Jahrhundert (2001); Divergenzen (2009); Die unnatürliche Wissenschaft (2012); Interventionen (2012).

Jeanne Wolff Bernstein, Lehranalytikerin und Lektorin an der Sigmund Freud Universität/Wien und an der New York University, Post-Doctoral-Program. Sie hat bis 2010 in San Francisco/Berkeley als Psychoanalytikerin gearbeitet und am Psychoanalytic Institute of Northern California unterrichtet. Publikatonen über Psychoanalyse, Kunst, Film und Fotografie, sowie über Jacques Lacan. 2008 war sie Fulbright Fellow am Sigmund Freud Museum, Wien.

Sama Maani, geboren in Graz, Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich, Lebt als  Autor, Psychoanalytiker und Psychiater in Wien. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (u.a. kolik und wespennest) und Anthologien. 2004 Preis des Literaturwettbewerbs schreiben zwischen den kulturen. 2008 österreichisches Staatsstipendium für das Romanprojekt Ungläubig.

In Kooperation mit dem „Politischen Salon“ und dem „Verein Literatur und Theorie".

Donnerstag, 2. Februar 2012

Sama Maani, ZEITZEUGENSTUNDE




Regie: Andreas Kurz
Lukas Schiske, Percussion

Ein Perserjunge und die Reaktionen auf die TV-Serie "Holocaust" im Graz des Jahres 1978.

24., 25. Februar und 3., 4. März 2012 Beginn: 19:30 Uhr
Brick-5, 1150 Wien, Fünfhausgasse 5

Karten: zeitzeuge@chello.at
12.-/8.-

Sama Maani, geboren als Kind iranischer Eltern in Graz, wuchs in Österreich, Deutschland und dem Iran auf. Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich. Arbeitet als Autor, Psychoanalytiker und Psychiater in Wien. Preis des Wettbewerbs schreiben zwischen den kulturen 2004. Österreichisches Staatsstipendium 2007. Zahlreiche Publikationen in deutschsprachigen und iranischen Literaturzeitschriften und Anthologien.

Andreas Kurz, geboren in Attnang-Puchheim/OÖ, lebt als Autor, Regisseur, Radiomacher und Universitätslektor in Wien und Budapest. Zahlreiche Stipendien, Preise und Festivalteilnahmen. Zuletzt veröffentlicht: "Zwischen Himmel und Erdnuss", Theatermonolog mit Musik, Festival der Regionen 2011; "Unter Umständen", Kurzfilm (Buch und Regie), RubatoFilm Produktion, 2011. Aktuelle Arbeiten: Debütfilm "Rattenkinder" und die Kino-Dokumentation "freiräumen".

Lukas Schiske, Schlagwerk, geboren in Wien. Mitglied des Klangforum Wien. Spezialisierung auf Neue Musik. Daneben Zusammenarbeit mit Orchestern unterschiedlicher Stilrichtungen (u.a. Los Angeles Philharmonic Orchestra, Wiener Symphoniker und etlichen Barockorchestern). Als Jazz- und Rockdrummer u. a. bei Wolfgang und Christian Muthspiel und Franz Hautzinger. Szenische Auftritte: u. a. mit Christoph Marthaler. Als Solist national und international tätig.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Weitere geplante Veranstaltungen: ZEITZEUGENSTUNDE, "Warum wir über den Islam nicht reden können"






























Februar/März 2012


Zeitzeugenstunde




Ziel des Projekts ist die multimediale Umsetzung von Sama Maanis Text Zeitzeugenstunde. Er handelt von den Reaktionen auf die amerikanische TV-Serie Holocaust im Graz der 70er Jahre - aus der Sicht eines Perserjungen.


Auf musikalischer Ebene wird der Text durch das Stück Le corps à corps des französischen Komponisten Georges Aperghis (Solist: Lukas Schiske, Mitglied des Klangforum Wien) ergänzt.


Die Umsetzung erfolgt auf vier – zum Teil parallel laufenden - Ebenen: Lesung, musikalische Darbietung, „Museum“ (Textelemente werden wie Bildunterschriften oder Erläuterungen zu Museumssexponaten verwendet), szenische Darstellung (Schauspiel, Videoeinspielung).



Regie: Andreas Kurz




Erstes Halbjahr 2012



Diskussionsabend: Warum wir über den Islam nicht reden können


"Die Bedingungen der Unmöglichkeit des Redens über den Islam zu verstehen, ist die Bedingung seiner Möglichkeit."

mit Jeanne Wolff-Bernstein, Anita Dietrich-Neunkirchner, Helmut Dahmer, Vladimir Vertlib, Sama Maani.

Der Heiligenscheinorgasmus



Bei unserer zweiten Veranstaltung lag der Akzent auf der Literatur - und der Musik:

Iran – Österreich – Schweiz

Der Heiligenscheinorgasmus

Text: Sama Maani
Akkordeon: Krassimir Sterev
Konzept: Sama Maani und Andreas Kurz

21. 26. 27. Mai 2011, Beginn 20.00 Uhr

e c h o r a u m
A-1150 Wien Sechshauser Straße 66

Sama Maanis Text Der Heiligenscheinorgasmus erhielt 2004 einen Preis des Literaturwettbewerbs schreiben zwischen den kulturen und wurde u. a. in der Anthologie best of ten –10 jahre exil-literaturpreise sowie in der Literaturzeitschrift kolik veröffentlicht.

Ein sprachlich virtuos gearbeiteter Text, der schonungslos Identitätszuschreibungen in Frage stellt. Im Spiel mit Klischees, deren Doppelbödigkeit durch groteske Überzeichnungen erst erkennbar wird, werden scheinbar die Abgründe der österreichischen, der Schweizer, aber auch der persischen „Seele“ ausgelotet. Doch der aus Persien stammende Protagonist ist genauso ein typischer Österreicher, der die Ressentiments seiner Schweizer Nachbarn auf sich zieht, wie er ein typischer Zuwanderer oder typischer Perser ist, also letztlich überall untypisch und somit wieder sehr gewöhnlich für die heutige Zeit. Vladimir Vertlib

Sama Maani wurde als Kind iranischer Eltern in Graz geboren und wuchs in Österreich,
Deutschland und im Iran auf. Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich. Er arbeitet als Autor, Psychiater und Psychoanalytiker in Wien.

Krassimir Sterev wurde in Bulgarien geboren und ist seit 2003 Mitglied des Klangforum Wien. Ebenso konzertiert er regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonia Orchestra, der musikFabrik, dem Ensemble Nikel Tel Aviv, dem RSO Wien und dem Ensemble PHACE und wirkt auch in zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen (u. a. mit Alain Platel) mit.

e c h o r a u m
A-1150 Wien Sechshauser Straße 66
Tel 812 02 09 30
www.echoraum.at

Eintritt 10.–/5.–
Kartenbestellungen unter heiligenschein@chello.at

P.S.: Am So, 22.Mai, bringt die ORF2-Kultursendung a.viso ab 9.05 einen Bericht über den "Heiligenscheinorgasmus."
http://tv.orf.at/a.viso/